Geschichte des Birkenfelder Landes

Das "Birkenfelder Land" und die Stadt haben eine alte und sehr wechselvolle Geschichte mit einigen Besonderheiten.

  • Durch Funde aus der Stein- und Bronzezeit (1800-1200 v. Chr.) ist eine Besiedelung unserer Region belegt.
  • Reichhaltige Funde (Waffen, Schmuck, Tongefäße) aus Gräberfeldern um Birkenfeld aus der Eisenzeit (800-100 v. Chr.) deuten auf eine dichte Besiedelung durch Kelten (Treverer) hin.
  • Seit Mitte des letzten vorchristlichen Jahrhunderts war dieser Raum für 400 Jahre Teil des römischen Imperiums (Grabfunde und Grundmauern römischer Landhäuser)
  • Ab dem 5. Jahrhundert erfolgte die fränkische (deutsche) Besiedelung eines kaum bewohnten Landstriches (kaum Bodenfunde oder Urkunden)
  • Erste Erwähnung von Kirche und Ort Birkenfeld um 700. Bedeutung als Mittelpunkt eines großen Kirchspiels und wegen der Lage an den wichtigen Verkehrswegen Saar-Rhein-Mittelmosel.
  • Zum Erzbistum Trier gehörig, war Birkenfeld schon vor 1200 Sitz einer Verwaltung und blieb es bis heute. 1293 erstmalige Erwähnung der Burg Birkenfeld als Besitz der Grafen von Sponheim.
  • Durch Teilung, Heirat, Erbschaften wechselten die Landesherren in den folgenden Jahrhunderten. Mitte 15. Jahrhundert regiert der Pfalzgraf (Herzog) von Zweibrücken u. Simmern aus dem Geschlecht der Wittelsbacher.
  • Ende 16. Jahrhundert: Herzog Karl (Sohn des Herzogs von Pfalz-Zweibrücken) begründet die Seitenlinie "Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld". 
  • 1799: Herzog Maximilian Joseph von Zweibrücken-Birkenfeld-Bischweiler erbt das wittelsbachische Kurfürstentum Kurpfalz und Bayern. Die Könige von Bayern entstammen alle dem Birkenfelder Zweig der Wittelsbacher.
  • Ende 16. Jahrhundert wird die neue Burg (Schloss) erbaut.
  • 1776 Birkenfeld kommt zur Markgrafschaft Baden.
  • 1797-1814 : Birkenfeld wird französisch und Sitz eines Arrondissements im Saar-Departement.
  • 1815: Auf dem Wiener Kongress wird ein Gebiet mit 20.000 Seelen des Saardepartements als "Fürstentum Birkenfeld" abgetrennt und dem Großherzog von Oldenburg übereignet (1817). Dies hatte Nachteile (500 km bis zum Landesherrn), aber auch Vorteile (das Fürstentum erhielt eine eigene, von Oldenburg relativ unabhängige Regierung), die Stadt blieb Regierungssitz und Verwaltungszentrum.
  • 1937: Birkenfeld (seit 1919 nicht mehr Fürstentum, sondern "Landesteil" Birkenfeld) wird preußisch.
  • 1946: Birkenfeld bleibt Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Rheinland-Pfalz. Allerdings verliert die Stadt einen Teil seines südlichen "Hinterlandes", das dem französisch verwalteten Saargebiet zugeschlagen wird.

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